Messung der Kapazität einer Batterie

Stellen Sie vor Beginn der Messung sicher, daß die Batterien vollständig geladen bzw. die Einwegbatterien neu und das Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten wurde.

Es gibt generell zwei verschiedene Methoden zur Kapazitätsmessung:

Die 1. Messmethode

Die Messung der Kapazität erfolgt mit speziellen Meßgeräten ( Kosten ab ca. 200€) oder aber mit den seit kurzem auch erhältlichen Spezialladegeräten (Kosten ab ca. 100€), bei denen ein Kapazitätsmessbaustein und eine LCD -Anzeige integriert sind und die Messung nahezu vollautomatisch erfolgt.

Die eigentliche Messung

Die Batterie wird mit konstantem Strom (z.B. mit 1/4 der Nennkapazität C) entladen, bis die Batteriespannung die Entladespannung 0,9 bzw. 1,0 Volt (“Batterie leer”) erreicht hat.
Die Zeit, die bis zum Erreichen dieser EntladeschluĂźspannung vergangen ist, wird mit dem Entladestrom multipliziert (C = t * I [AH=H*A]).
Man erhält die Kapazität des Akkus.

Beachten Sie aber bitte, daß je nach Hersteller die Nennkapazität unterschiedlich definiert wird. Geringe Abweichungen können darum entstehen.

Während  Hersteller A eine konstante Stromentnahme von 1/4C und eine EntladeschluĂźspannung von 1,0 Volt  als Parameter zur Messung wählt, geht Hersteller B von leicht abweichenden Parametern aus.
Die Messungen werden dabei überwiegend bei 20°C Umgebungstemperatur ausgeführt.

 

Die 2. Messmethode

Auch wer obengenannte Messgeräte nicht sein Eigen nennen darf und im technischen Bereich nicht sonderlich versiert ist, kann sich ohne bedeutsamen Kostenaufwand zumindest qualitativ ein Bild der Leistungsfähigkeit seiner Batterien machen.

Sicherlich erinnern Sie sich noch an die TV - Werbung des Batterieherstellers Duracell.

Er demonstriert in seiner Fernsehwerbung, daß seine Batterien wesentlich länger halten als “herkömmliche” Batterien.
Während der Spielzeughase mit der Markenbatterie ( “mit dem Kupferkopf” ) immer weiter trommelt, haben die mit “herkömmlichen” Batterien ausgestatteten Hasen schon längst den Betrieb eingestellt.

Suchen Sie sich am besten in Ihrem Haushalt ein elektrisches Gerät, bei welchem Sie üblicherweise nach einem Dauerbetrieb von ca. 2 - 4 Betriebsstunden einen Batteriewechsel vornehmen müssen und das für den Betrieb mit den zu testenden Batterien geeignet ist.

Haben Sie zwei technisch identische Geräte / Spielzeuge, um so besser.

Nun schalten Sie das Gerät solange ein, bis es aufgrund Energiemangels den Betrieb einstellt.

Merken Sie sich die verstrichene Zeit.
Verfahren Sie mit der zweiten Batterie anderer Kapazität genauso.

Mithilfe folgender Formel ermitteln Sie, wieviel Prozent Mehrkapazität die Batterie mit der längsten “Lebensdauer” hat.

 

 

Ein Beispiel:

Der Spielzeughase mit Batterie 1 stellt sein Trommeln nach 125 Minuten ein.
Spielzeughase mit Batterie 2 trommelte 150 Minuten.

Aus obigen Gleichungen ergibt sich das Resultat, das die zweite Batterie eine um 20 % höhere Kapazität besitzt.